Georgijagen PDF Druckbutton anzeigen?

Das Georgijagen findet jedes Jahr in der Nacht vom 22. bis 23. April (Georgitag) in den Ortschaften rund um die Ossiacher Tauern zu Ehren des Schutzpatrons Georg dem Märtyrer und Drachentöter statt.

Es ist ein alter Brauch, der aus einem alten Burschenschaftsfest entstand. Deshalb ist es auch heute noch Brauch, das nur ledige Burschen an der Veranstaltung teilnehmen.  Am Vorabend des 23. April versammeln sich die jungen Burschen der Ortschaft und beginnen ihre Wanderung von Haus zu Haus, die durch stetiges Beten des Rosenkranzes begleitet wird.

Vor jedem Haus wird stehen geblieben. Dabei blasen die Burschen auf ihren Rinderhörnern, läuten mit Kuhglocken und schreien. Sie melden sich mit einem sinnvollen Spruch,  und wünschen den Hausbewohnern Glück. Dann bitten sie um Eier und Schmalz, die am Ende der Wanderung verzehrt werden.

http://youtu.be/OxtbYPOV2p8



Die Eier sind ein Symbol für Fruchtbarkeit, die auf Menschen und Äcker übergehen sollte.

Es dauert oft bis spät nach Mitternacht, bis alle Häuser der Ortschaft abgejagt sind.

Dieser Brauch geht auf den heiligen Georg, Märtyrer und Drachenjäger, zurück. Er ist vor allem der Schutzpatron des Viehs, weshalb am Georgitag auch der Georgiritt und die Reiterprozession durchgeführt werden.

Der Georgitag ist auch ein wichtiger Stichtag in der Landwirtschaft. An diesem Tag sollten die Kartoffeln in den Acker gelegt werden, und ist an diesem Tag, laut Bauernkalender,  das Wetter schön, so wird es einen warmer Sommer geben und die Ernte wird reich ausfallen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. April 2012 um 18:37 Uhr
 

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